Krankenhaus AZ Groeninge

President Kennedylaan, Kortrijk
Foto © Werner Huthmacher

Diskrete Präsenz eines Riesen – Städtebauliches Grundanliegen bei diesem Großprojekt, das die kontextuelle Bebauungsstruktur sprengt, ist seine Integration in eine parkähnliche Landschaft. Als geeignete Basis erweist sich die Anwendung einer traditionellen Typologie – der Hofstruktur. Mit einem System von fünf zusammenhängenden Baublöcken gelingt es, die 144.000 m² umfassende Grundstückfläche in erfassbare Einheiten zu überführen. Die Gebäudestruktur generiert sich aus Einzelmodulen, die als selbstständige Einheiten funktionieren. Damit wird der gebaute Komplex selbst in übersichtliche Einzelteile zerlegt und betrieblich organisierbar. Was im Inneren funktioniert, gilt auch für die gesamte Anlage der fünf Baublöcke. Bestimmt wird sie von den unterschiedlich gestalteten Innenhöfen, deren Aufgabe auch darin liegt, der Anonymisierung entgegenzuwirken und architektonische Identifikationsmomente zu schaffen.

Es geht also darum, ein möglichst hohes Maß an Normalität zu erzeugen. Wer zunächst die zweistöckige Empfangshalle betritt, trifft auf räumliche Klarheit und luftige Großzügigkeit. Wesentliches Merkmal beim darauf folgenden Gang durch das Gebäude ist der ständige Bezug zum Außenraum. Die Organisation der imposanten Kubatur um die Höfe sorgt für spannungsreiche Raumabfolgen mit differenzierten Stimmungswechseln und damit für eine hohe Aufenthaltsqualität im Gesamtkomplex. Das homogene Fassadenbild mit seiner (arkadischen) Botschaft von Last und Stütze bringt metaphorisch die Botschaft des Heilstätte auf den Punkt: Die Last der Krankheit wird durch den Komfort der Anlage abgestützt. Das von Grün umrahmte und durchdrungene Klinikum präsentiert sich als vielgestaltiges urbanes Gefüge – eine kleine Stadt mit Häusern und Gärten – introvertiert, aber nicht hermetisch; offen, aber nicht exponiert.

Bauherr
AZ Groeninge v.z.w., Kortrijk, B

Planung
be Vaduz
osarantwerpen, Antwerpen, B
Projektleitung: Christian Tabernigg, Hilde Vermolen, Louis Lateur, Bert Van Boxelaere
Mitarbeiter: Christian Hallweger, Susanne Bertsch, Daniela Concin, Joachim Ambrosig, Stephan Strässle, Gauthier Jonville, Hanspeter Böhlen, Stefan Kurath

Wettbewerb
2001, 1. Preis

Kenndaten
Grundstücksfläche: 144.000 m²
Gebäudegrundfläche: 31.460 m²
Bruttogeschossfläche: 115.717 m²
Nutzfläche: 105.280 m²
Umbauter Raum: 489.485 m³
Planungsbeginn: 2000
Baubeginn: 2005
Fertigstellung: 2017

Arquitectos
Baumschlager Eberle Architekten
Año
2017
Project Status
Construido

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