ROBIN Seestadt

Gertrud-Bodenwieser-Gasse 2 (Haus A) Frenkel-Brunswick-Gasse 5 (Haus B) Gertrud-Bodenwieser-Gasse 4 (Haus C), 1220 Wien, Austria
Photo © Maximilian Haidacher

Energetischer Akzent in ambitioniertem Umfeld: In der Seestadt Aspern, einem neuen Wiener Stadtteil, der Nachhaltigkeit, Lebensqualität und Wirtschaftsdynamik verbinden soll, sind multifunktionale Gebäude nach dem 2226-Prinzip errichtet worden. Häuser also, die ohne komplexe Klimatechnik funktionieren. Das Projekt interpretiert die städtebaulichen Ideen von Aspern ortsbezogen: Räumlich präzise Übergänge machen die übergeordnete Blockstruktur transparent. Die Disposition des Ensembles ist auf Erreichbarkeit abgestimmt – offen gegenüber dem urbanen Raum, geschlossen an den Hauptverkehrswegen. Auf dem rund 3.600 qm großen Areal entstanden drei Häuser mit mehrheitlich Büroflächen sowie Flächen für Gewerbe, Gastronomie und Ateliers. Formal sind die Baukörper auf den Städtebau abgestimmt: Eine Pfeilerreihe verbindet die beiden Gebäude zur breiten Straße hin, dahinter werden Bäume gepflanzt. So entsteht ein Raum-Kontinuum der Fassaden, begleitet vom Überraschungseffekt, dass der Anblick der Pfeilerreihe ins Grün der Bäume führt. Bewusst wurde eine hermetische Abgeschlossenheit relativiert.

Die 2226-Bauweise – eine neue Qualität der Nachhaltigkeit: Neben dem 2226-Prinzip zeigt sich die Attraktivität des Ensembles in seiner räumlichen Flexibilität. Weil die Flächen zwischen den tragenden Außenwänden und Erschließungskernen aufgespannt und frei von Unterbrechung durch tragende Elemente sind, lassen sie sich leicht an verschiedene Bedarfe und Marktveränderungen anpassen. 2226-Gebäude funktionieren ohne Klimatechnik und bieten Wohlfühltemperaturen zwischen 22 und 26º C zu jeder Jahreszeit. Lediglich bei Temperaturspitzen kommt in den ROBIN-Gebäuden eine mechanische Kühlung zum Einsatz, die energieautark über eine Photovoltaikanlage funktioniert. Das 2226-Prinzip beruht auf den Mitteln der Architektur – Massivbauweise, hohe Speicherfähigkeit durch starke Ziegelmauern, austarierte Raumproportionen und Fensterflächen – sowie auf dem 2226 Operating System, das Temperatur und Luftqualität über Lüftungsklappen automatisch steuert. Wärmespender sind die Menschen selbst, technische Geräte und Beleuchtung. Einen nachhaltigen Akzent setzt das Ensemble neben der Energieeffizienz auch mit seiner zeitlosen Schönheit und Langlebigkeit.

Photo © Maximilian Haidacher
Photo © Maximilian Haidacher
Photo © Maximilian Haidacher
© Maximilian Haidacher
Photo © Maximilian Haidacher
Photo © Maximilian Haidacher
Photo © Maximilian Haidacher
Photo © Maximilian Haidacher
Photo © Maximilian Haidacher
Photo © Maximilian Haidacher
Drawing © Baumschlager Eberle Architekten
Year
2024

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